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Die 5 meist gestellten Fragen zum Schneiden von Fliesen

Die 5 meist gestellten Fragen zum Schneiden von Fliesen

Wie wähle ich das richtige Schneideblatt für das zu bearbeitende Material? Ist Nassschneiden immer besser als Trockenschneiden? Wie halte ich mein Schneideblatt scharf?
Bevor Sie mit dem Schneiden von Fliesen beginnen, ist es hilfreich, die Antworten auf diese und andere häufig gestellte Fragen zu kennen. Wir haben sie alle für Sie gesammelt!

1. SCHNEIDEN VON FLIESEN VON HAND ODER ELEKTRISCH

Die meisten Keramikfliesen lassen sich mit den richtigen Schneidetechniken leicht schneiden. Für andere keramische Fliesen, Naturstein und allgemeine Baumaterialien gibt es zum Glück sehr gute Diamanttrennscheiben auf dem Markt, mit denen eine Schnittlinie fast so exakt sein kann wie eine manuelle Schnittlinie. Das hängt natürlich von dem zu schneidenden Material ab.

Diamanttrennscheiben gibt es in verschiedenen Ausführungen: mit durchgehender Krone, in Segmenten und mit Zwischenformen.

2. WIE WÄHLEN SIE DAS RICHTIGE SÄGEBLATT?

Wenn Sie ein Sägeblatt für ein anderes Material oder einen anderen Zweck verwenden als das, für das es bestimmt ist, führt dies zu stumpfen Sägeblättern oder Sie müssen große Abstriche bei der Schnittgeschwindigkeit oder der Qualität des Sägeschnitts machen. Kurz gesagt, Sie können sich an Folgendes halten:


DURCHGEHENDE KRONE
Ein Diamantblatt mit durchgehender Krone liefert das beste Endergebnis, schneidet aber etwas langsamer als ein segmentiertes Blatt. Je höher die Konzentration und Qualität des Diamanten, desto besser das Ergebnis. Dies schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Dieses Blatt wird für Keramikfliesen und Naturstein verwendet.


SEGMENTIERT
Ein segmentiertes Blatt hat eine höhere Schnittgeschwindigkeit und eine etwas weniger schöne Oberfläche. Diese Klinge wird hauptsächlich für rauere Materialien wie Beton und Naturstein verwendet. Es gibt auch galvanisch beschichtete Klingen, bei denen die Segmente mit der Klinge selbst vakuumverlötet sind und sich nicht ablösen können, was die Sicherheit erheblich erhöht. Außerdem erhält man dadurch eine stabilere Klinge.


ZWISCHENFORMEN
Darüber hinaus gibt es verschiedene Zwischenformen. Dazu gehören eine durchgehende Krone mit Aussparungen oder ein spezielles Design der Diamantschneide für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Schnittgeschwindigkeit und Finish.


GEHRUNG
Für Gehrungsschnitte benötigen Sie Blätter, die dicker als 2 mm sind. Um eine Gehrung zu schneiden, stellen Sie die Maschine auf (schräge) Gehrung ein. Dadurch erhält die Klinge mehr seitlichen Druck. Dünne Klingen suchen daher schneller, und es kommt zu einer Drehung.

Ein stumpfes Sägeblatt kann man sehen und fühlen.

3. WIE HALTE ICH DIE KLINGE SCHARF?

Auch die schärfste Diamanttrennscheibe wird nach häufigem Gebrauch stumpf. In diesem Moment sägt man nur noch mit der Bindung und nicht mehr mit dem Diamanten. Die Klinge beginnt dann zu schleifen, mit allen damit verbundenen Folgen.
Eine stumpfe Klinge kann man sehen, aber noch besser kann man sie fühlen. Wenn sich die Klinge glatt anfühlt, ist es an der Zeit, sie mit einem Schärfblock oder Kalksandstein zu schärfen. Diesen Block schneiden Sie komplett durch. Da das Material abrasiv (sandig) ist, nutzt sich nur die Bindung ab und nicht der Diamant. So kann der Diamant wieder auftauchen.

Halten Sie Ihr Diamantblatt scharf, indem Sie einen Schärfblock einsetzen.

Ist die Klinge scharf, aber klemmt sie trotzdem?
Dann haben Sie zu wenig Freilauf, also zu wenig Spiel zwischen dem Kern und dem Scheitel der Klinge. Dann brauchen Sie eine andere, strengere Lösung. Nämlich das Ausschlagen der Klinge. Dabei klopft man mit einem Meißel auf die kurze Seite der Diamantschneide, wodurch Dellen entstehen. Durch diese Dellen wird der Diamantkranz wieder breiter, so dass der Rest der Klinge wieder durch ihn hindurchgehen kann.


Es ist natürlich auch möglich, dass der Tisch durchgesackt ist, dann klemmt das Blatt ebenfalls. Prüfen Sie mit einem Zollstock, ob das Blatt in der Breite den gesamten Tisch berührt. Vergewissern Sie sich, dass die Säge stabil und waagerecht steht; ist dies nicht der Fall, kann sich der Tisch verschieben. Achten Sie immer auf eine ausreichende Kühlung. Ein Sägeblatt mit einem durchgehenden Ring ohne ausreichende Kühlung wird schnell zu heiß und kann nicht mehr verwendet werden.


TIPP!
Schärfen Sie neue Klingen schon vor dem ersten Einsatz. Während der Produktion kommt die Klinge nicht immer rasiermesserscharf vom Band.

4. WANN SCHNEIDEN SIE FLIESEN NASS UND WANN TROCKEN?

Nasses Schneiden führt zu den besten Ergebnissen und wird empfohlen, wenn man tiefer schneidet und wenn die Temperaturen steigen, d. h. bei dickeren Materialien. Es ist wichtig, die Fliesen vor der Verarbeitung immer gut trocknen zu lassen. Die Feuchtigkeitsaufnahme im Fugenmörtel muss bei jeder Fliese gleich sein, um Probleme mit dem Fugenmörtel wie Farbunterschiede und schlechtere Haftung zu vermeiden.


Das Trockenschneiden wird in der Regel mit einem Winkelschleifer durchgeführt und ist bequem und schnell; die Fliese bleibt trocken und kann daher schneller bearbeitet werden.


TIPP!
Wenn Sie einen schnellen Nassschnitt machen wollen, können Sie einen Eimer mit Wasser nehmen und die Pumpe mit einem Schlauch hineinstellen. Seien Sie vorsichtig, denn nach dem Sägen von 2 bis 3 Fliesen ist der Eimer leer.

5. WIE RICHTE ICH DEN SCHNEIDETISCH AUS?

Beim Ausrichten geht man vom Endergebnis aus. Dabei geht es nicht nur um die Standardeinstellung der Maschine, sondern auch um die Feinabstimmung am Ende. Vergewissern Sie sich zunächst, dass der Motor mit dem Messer rechtwinklig zur Führung steht. Legen Sie eine Wasserwaage an die Oberseite, am besten eine 4 cm hohe, und schauen Sie dann schräg über den oberen Anschlag auf die Wasserwaage. Sie sehen dann, ob sie auf beiden Seiten gleich hoch ist.


Legen Sie eine rektifizierte Fliese auf den Tisch gegen den vorderen Anschlag und fahren Sie mit der Klinge darüber. Dann sehen Sie sofort, ob es gegen den Anschlag drückt oder weggeht. Stellen Sie den Anschlag entsprechend ein (mehr nach oben oder mehr nach unten). Nun können Sie mit dem Schneiden beginnen. Messen Sie die Differenz, die durch eine sehr kleine Abweichung der Klinge verursacht werden kann. Möglicherweise müssen Sie ein wenig korrigieren (wir sprechen hier wirklich von Zehntelmillimetern), um die letzte Differenz herauszuholen, aber dann erhalten Sie auch das gewünschte Endergebnis!


Die Antworten auf diese Fragen zeigen, dass man beim Schneiden sehr genau sein muss; der Schnitt muss richtig eingestellt sein und die (richtig gewählte!) Klinge muss immer scharf sein. Außerdem erzielen Sie die besten Ergebnisse, wenn Sie nass schneiden. Alles in allem brauchen Sie bei der Vorbereitung etwas Geduld, aber danach können Sie Naturstein, allgemeine Baumaterialien und – ungeschnittene – Keramikfliesen sehr gut bearbeiten.


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